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Als Winterling, Alpenveilchen und Zaubernuss dem Winter trotzen

Montag, 12. Februar 2018
Winterlinge im Schnee

Manchen Frühlingskindern sagt man Pioniergeist nach, und eine gewisse Schwäche für hoffnungslose Unterfangen. Bei -5° in der Nacht und Schnee bereits blumige Stimmung zu verbreiten, ist eines dieser heldenhaften Unterfangen, das mir immer wieder Bewunderung abringt.

Draußen ist noch unmissverständlich Winter. Auch der Wetterbericht macht keine Hoffnung, dass bald der Frühling Einzug hält. Dennoch trauen sich die Winterlinge, Alpenveilchen, Schneeglöckchen und Zaubernüsse aus der Schneedecke hervor und erringen damit in jedem Fall einen ideellen Sieg: Der Winter ist angezählt, der Frühling kommt unausweichlich.


Alpenveilchen im Freien

Blühende Zaubernuss

Warum ich den Herbst aus grundsätzlichen Erwägungen ablehne

Freitag, 28. Oktober 2016


"Der Herbst ist der Frühling des Winters." - Henri de Toulouse-Lautrec
Im Herbst kann man Blogposts schreiben und heiße Schokolade trinken. Bunte Blätter wirbeln sehen. Den Back-to-school-Vibe genießen. Ohne schlechtes Gewissen daheimbleiben und Netflix gucken. Man muss ja irgendwie das Beste draus machen, dass in der Natur das große Sterben und Verwesen einsetzt.

Ihr merkt, ich bin nicht der größte Fan des Herbstes. Ich zögere es möglichst lange raus, die Heizung aufzudrehen und die Federbetten auszupacken, weil ich mich insgeheim nicht damit abfinden will, dass der Sommer vorbei ist. Bis Weihnachten ist das Ganze auch noch in Ordnung. In München ist es noch nicht klirrend kalt, Kürbisse und Lichterdeko sind schön anzuschauen... Aber was danach kommt, ist nur noch traurig. Ein Grund, von Januar bis März auszuwandern. Vielleicht gelingt es mir diesmal.

Mein Balkonpflanzen verstehen meine Gefühle, deshalb erfreuen sie mich, wahrscheinlich auch in Todesangst, immer noch mit vielen Blüten. Das weiße Lidl-Rosenstämmchen steht immer noch in voller Blüte und nun ist auch die Chrysantheme voll aufgegangen, die aus dem letzten Herbst im Balkonkasten überlebt hat. Ein paar bunte Akzente kommen auch noch von Zauberglöckchen und Lobelie, die sich vom sommerlichen Brutkasten nun erholt haben.

oben weißes Rosenstämmchen und orangefarbene Chrysantheme,
unten links Zauberglöckchen und unten rechts die Mailland-Rose


Mme. Bérard berappelt sich

Dienstag, 6. September 2016

Seit dem Frühjahr besitze ich eine Mme. Bérard, eine kletternde französische Teerose aus dem Jahr 1872.

Nachdem ich sie zuerst fast ertränkt hatte - das Feuchtbiotop im Topf musste ich durch Anbohren und viele Lappen und Tücher trockenlegen - hat sie sich jetzt wirklich gut gefangen und treibt sogar neue Zweige und Blüten.

Und die sind wirklich ein Traum in Crème-Orange, ähnlich ihrer "Mutter" Gloire de Dijon.

Eine Hoffnung hat die Mme. Bérard auch jetzt schon erfüllt: Die Spinnmilben lieben sie weniger als meine anderen Rosen und sie scheint mit der Hitze auf dem Balkon bislang gut zurechtzukommen.

Eindringlinge auf dem Balkon

Mittwoch, 24. August 2016

"Serendipity" heißt das schöne englische Wort dafür, etwas zu finden, das mag nie gesucht hatte. Das trifft auch auf mein Arrangement des Rosenstämmchens zu.

Das "Rosenstämmchen Gelb"-Schnäppchen vom Lidl blüht sehr ausdauernd - mit hübschen weißen Röschen - und trotzt auch den unbezwingbaren Spinnmilben.

Gelb kam jetzt trotzdem dazu. Ich schätze, die Vögel haben hier Gärtner gespielt. Gut getroffen, die Sonnenblume ist jetzt aufgegangen.